Donnerstag, 01.03. - 5. postoperative Woche

5 Wochen sind nun seit der OP bereits vergangen, oder sollte ich schreiben „erst“… Ja, man muss Geduld haben in der Reha nach so einem Eingriff, aber geduldig zu sein fällt bekanntlich nicht immer so leicht, egal in welcher Lebenssituation. Besonders das Einschlafen ist momentan ein echtes Problem, zwar kann ich mittlerweile ganz gut auf der Seite liegen, aber durch die Orthese ist das Ganze nicht gerade angenehm. Die Orthese verhindert zwar, dass das KB wieder durch nächtliche, unkontrollierte Bewegungen kaputt geht, aber dennoch muss ich mich immer wieder aufrichten, um zu prüfen ob noch alles sitzt und in Ordnung ist. Ich bin da wohl etwas paranoid zur Zeit, bin gespannt wie das wird, wenn ich die Orthese nicht mehr trage.

Laut Anweisung soll ich noch 1 Wochen auf meine Gehhilfen zurückgreifen. Eigentlich war es ja mein Anspruch, schon früher den Punkt zu erreichen, an dem es auch ohne geht. Aber da es jetzt nur noch eine Woche Pflicht ist die Dinger zu benutzen, lässt sich das sicherlich auch verschmerzen, auf ein paar Tage kommt es jetzt auch nicht an. Zumal ich momentan auch schwer einschätzen kann, wie es wird die ersten Schritte zu machen, manchmal habe ich noch das Gefühl, dass es sich etwas wacklig anfühlt, zum Beispiel wenn ich ohne Krücken einfach nur stehe.

Zu Beginn, in der Übergangsphase, werde ich wohl eh nur kleine Strecken ohne Krücken zurücklegen (können). Das Bein muss sich ja erst wieder an die Belastungen gewöhnen, gewissermaßen muss ich das Gehen dann erst wieder erlernen, in etwa so wie ein Kleinkind, welches seine allerersten Schritte macht.

So langsam wird es auch Zeit wieder zu laufen, obwohl ich gut im Plan liege. Aber irgendwie ist das ja auch alles etwas ernüchternd, die einzigen Orte zwischen den ich zuletzt hin und her gependelt bin sind die Uni, mein Orthopäde sowie das Krankengymnastik-Studio. Und sich überwiegend nur zu Hause aufhalten zu können ist auch wirklich ermüdend.

Bei der Krankengymnastik heute am frühen morgen musste ich leider eine bestimmte Übung mit dem Gymnastikball abbrechen, da ich bei bestimmten Bewegungen Schmerzen an der Patella gespürt habe. Wahrscheinlich wurde bei dieser Übung die Belastungsgrenze erreicht, so dass ich stattdessen lieber noch 20 Minuten auf dem Ergometer in die Pedale trat.

Ab Dienstag, nach meiner Klausur, kann ich mich dann auch voll auf die Rehabilitation konzentrieren, aus diesem Grund habe ich heute bei der Krankengymnastik schon ein paar Termine für die medizinische Fitness ausgemacht. Das ist dann gewissermaßen ein betreutes Aufbauprogramm bei dem ich auch ein individuelles Trainingsprogramm bekomme. Ich hoffe im März geht es dann richtig voran, zur Zeit kann ich ja weder der KG noch dem Lernen zeitlich richtig gerecht werden, naja ich versuche es zumindest irgendwie...

1 Kommentar 1.3.12 17:13, kommentieren

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Dienstag, 21.02.

Ich befinde mich mittlerweile in der 4. postoperativen Woche.

Die Motivation in der Rekonvaleszenz-Phase ist weiterhin hoch und so habe mir in den letzten Tagen ein straffes Übungsprogramm auferlegt. Die Mühen haben immerhin schon etwas bewegt, denn ich habe laut meines Physiotherapeuten schon ein gutes Leistungsniveau. Jetzt muss ich neben den ganzen Übungen nur noch Zeit und Motivation finden für die Klausuren zu lernen, die Lernerei kam nämlich in letzter Zeit etwas zu kurz.

21.2.12 18:52, kommentieren

Freitag: 17.02. – Krankengymnastik

Hatte eben wieder Krankengymnastik, und habe die ersten paar Meter auf dem Laufband ohne Krücken zurückgelegt! emotion Eines meiner nächsten Etappenziele, das Ablegen der Krücken, rückt damit immer näher heran.emotion

Die Übungen bei der KG waren wieder recht anstrengend, zumal ich zur Zeit auch verschnupft bin. Ich wünschte ich hätte schon in den Wochen vor der Operation Kräftigungsübungen gemacht, aber da denkt man ja in so einer Situation auch nicht unbedingt dran. Also, mein Tipp des Tages für diejenigen, die mal eine Kreuzbandplastik oder ähnliche Operation vor sich haben: Präoperative Übungen zum Erhalt der Muskeln sind enorm wichtig und erleichtern hinterher den Wiedereinstieg in die Normalität.

17.2.12 14:09, kommentieren

Mittwoch: 15.02. – 20 postoperativer Tag

Fast drei Wochen sind seit der OP vergangen, momentan befinde ich mich noch in der sog. exsudativen Phase, in der noch provisorisches Ersatzgewebe im Knie aufgebaut wird.

Ich bin soeben von der Physio und der Lymphdrainagebehandlung zurück, die Übungen waren schon sehr anstrengend aber das ist ja auch klar nachdem so viel Muskelmasse abgebaut worden ist. Aber ich muss jetzt die Zähne zusammenbeißen und am Ball bleiben. Die Lymphdrainage tat aber wiedermal richtig gut, das Bein fühlt sich danach insgesamt viel „leichter“ an.

Insgesamt stagniert der Zustand meines Knie zur Zeit was Bewegungen etc. angeht allerdings etwas, ich wünschte es ginge momentan etwas schneller voran. Naja, zumindest ist keine nennenswerte Schwellung mehr vorhanden. Auch positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass die Narbe sehr gut verheilt.
So, ich werde dann jetzt zur Abwechslung mal wieder etwas mein Knie mit Hilfe des camoped bewegen...

15.2.12 13:52, kommentieren

Samstag, 11.02. – sportliche Gedanken zum Wochenende

Habe gerade die Sportschau geguckt, mir den wackligen Zustand meines Knies in Erinnerung gerufen und mir darüber Gedanken gemacht, ob ich bald auch wieder springen, sprinten, schießen und in Zweikämpfe gehen kann.emotion Also um ehrlich zu sein, fällt es schwer sich das momentan vorzustellen. Aber es besteht ja auch gar kein Zeitdruck was das angeht...

Alternativ werde ich ja in nächster Zeit andere sportlich Tätigkeiten in Angriff nehmen, ich denke da an Fahrrad fahren, Krafttraining (Re-Building der Muskulatur), joggen sowie Rückenschwimmen und Kraulen. Brustschwimmen ist glaub ich aufgrund der Beinbewegung nicht zu empfehlen, genauso wie Inline-Skaten.

11.2.12 20:18, kommentieren

Freitag, 10.02.

Mittlerweile ist die Operation nunmehr 2 Wochen her (heute ist der 15. postoperative Tag), und mit dem Zustand des Knies bin ich soweit ganz zufrieden. Ich habe das Gefühl, ich kann meinem Knie jeden Tag etwas mehr zumuten. Auch bin ich in meinem Bewegungsablauf nicht mehr ganz so eingeschränkt wie noch vor ein paar Tagen. Trotzdem ist die Belastung des linken Beins immer noch auf 20 kg limitiert, und ich muss auf Gehhilfen zurückgreifen. Das soll sich natürlich so schnell wie möglich ändern, damit ich folglich ohne den lästigen Thrombosestrumpf unterwegs sein kann. Der nervt nämlich zusammen mit dem Tragen der Orthese am Meisten!

Bei der Physio habe ich heute paar Übungen zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur gemacht, die ich jetzt auch in mein Heimprogramm mit aufnehmen werde. Dazu kamen dann noch leichte Kniebeugen und ein paar Minuten auf dem Ergometer. So ganz allmählich möchte ich meinen Körper schon gerne daran erinnern, dass er mal über so etwas wie eine Oberschenkel- und Wadenmuskulatur verfügt hat.

10.2.12 20:04, kommentieren

Mittwoch, 08.02. – Start der Krankengymnastik

Heute standen bei der Physiotherapie neben der Lymphdrainage die ersten Koordinationsübungen und Übungen im Bereich des Kraftaufbaus mit Ball auf dem Programm. Selbstverständlich rede ich von einem Gymnastikball, für einen Fußball o.ä. ist es ja selbstverständlich noch viiiel zu früh. Eventuell bestelle ich mir noch einen Gymnastikball für zu Hause, damit kann man ja anscheinend ganz effektiv arbeiten.

Für die Arbeit zu Hause habe ich dann noch einige Übungen quasi als Hausaufgabe mitbekommen. Die dienen insbesondere der Stärkung bzw. dem Wiederaufbau der Wadenmuskulatur.

8.2.12 19:33, kommentieren

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